Blutmond 2019

Der Blutmond im Visier der Freigerichter Schulsternwarte 
 
In den frühen Morgenstunden des 21. Januar war es wieder soweit: neun begeisterte Schülerinnen und Schüler der Astronomie-AG der Kopernikusschule Freigericht, trafen sich gegen 4:00 Uhr am Morgen bei klirrender Kälte zur Beobachtung der letzten gut sichtbaren totalen Mondfinsternis bis zum Jahr 2028. 
Die klirrende Kälte sorgte ein wenig für erschwerte Arbeitsbedingungen. "Schon beim Öffnen der Sternwartenkuppel mussten wir feststellen, dass sie zugefroren war und nur mit starker Muskelkraft geöffnet und gedreht werden konnte", berichtet eine Schülerin. Mit geübten und erfahrenen Händen wurden die Teleskope und Kameras montiert und der noch hell strahlende Vollmond angepeilt. Ab 4:35 Uhr begann das Spektakel. Der Mond schob sich langsam in den Kernschatten der Erde. Bei ständigem Nachjustieren und Nachstellen der Belichtungszeiten wurden über 5000 Bilder fotografiert. Diese sollen dann zu einem Film und einer Reihenaufnahme zusammengesetzt werden. Immer wieder mussten die Gerätschaften und Bildschirme mit dem Föhn abgeblasen werden, um den gefrierenden Tau zu entfernen. Ab und zu wurde der Föhn auch dazu benutzt, um sich damit die eingefrorenen Hände zu wärmen.
Und dann war es endlich soweit: Der Mond erstrahlte nur noch in einem kupferfarbenem Licht, ziemlich dunkel, bis er dann langsam auf der anderen Seite wieder aus dem Kernschatten heraus kam. Gegen 5:22 Uhr lag der Mond vollständig im Kernschatten der Erde, beleuchtet durch das langwellige rote Licht, das durch die Erdatmosphäre in den Kernschatten gebrochen wurde. Bis gegen 7 Uhr, es dämmerte bereits, konnten Mondaufnahmen und auch die aufgehende Venus im Osten fotografiert werden.