„KlarSicht“-Mitmach Parcours an der Kopernikusschule

Fast 400 Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen
durchlaufen interaktiven Präventionsparcours
 
Klar sehen, den Durchblick haben und sich nichts vormachen. Dabei will die Kopernikusschule Freigericht ihren Schülerinnen und Schülern helfen und hat daher erneut den „KlarSicht“-Mitmach Parcours an die Schule geholt. An insgesamt vier Tagen wurden gut 400 Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen aller Schulzweige erreicht.
Jugendliche aktiv über Gefahren von Alkohol und Tabak informieren - dieses Ziel setzt sich der „KlarSicht“-Mitmach Parcours, der in der Aula der Kopernikusschule aufgebaut war. Vom Kreisjugendamt kamen Marcus Arazi, Heiko Loos, Julika Becker, Daniela Rohleder, Imke Sprenger, Jasmin Cortes, Lena Beez und Anna Laschewski waren nach Somborn gekommen, um wertvolle Präventionsarbeit zu leisten.Unterstützt wurden sie durch die Beratungslehrkräfte für Sucht- und Drogenprävention, Vertrauenslehrer und weitere Lehrkräfte der Kopernikusschule, die der Präventionsarbeit einen hohen Stellenwert zumessen.
Der Parcours ist interaktiv und funktioniert ohne Vorträge oder den erhobenen Zeigefinger. Vielmehr konnten die Jugendlichen, die in kleinen Gruppen den Parcours durchliefen, mit den Moderatoren locker ins Gespräch kommen und so Diskussionen auf Augenhöhe anstoßen. Bei Rollenspielen, Quiz und Diskussionen konnten sich die Teilnehmenden mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Interessen einbringen. An mehreren Stationen war Teamarbeit gefragt, so dass alle ihre unterschiedlichen Kompetenzen einbringen und voneinander lernen konnten.
Ein Highlight unter den fünf Stationen des Parcours war der sogenannte „Drunk-Buster“, eine „Rauschbrille“, die einen Promillewert von etwa 1,3 bis 1,5 simuliert. Die zwei Stationen „Alkohol“ und „Tabak“ informierten über die Gefahren beim Konsum von alkoholhaltigen Getränken und Zigaretten. Dabei ging es nicht darum, den Alkoholkonsum per se zu verteufeln. Vielmehr wurde den Jugendlichen ein kritischer und bewusster Umgang mit Alkohol vermittelt, denn Ziel ist es, riskanten Alkoholkonsum zu vermeiden. An der „Talkshow“-Station wurden in der Gruppe Geschichten entwickelt, in denen es um Probleme ging, die im Umgang mit Alkohol oder Tabak entstehen können - erfundene und erlebte, anonym erzählt. Gemeinsam wurde überlegt, wie die auftretenden Probleme hätten verhindert werden können beziehungsweise wo Betroffene Hilfe finden. Bei der Station „Images“ setzten sich die Kopernikaner mit den Werbeversprechen der Alkohol- und Tabak-Industrie auseinander. Sie lernten so, die Versprechen zu analysieren und zu durchschauen. „Das war spannend und nicht so trocken wie normaler Unterricht“, äußerten  sich viele der Schülerinnen und Schüler und fanden somit den Präventionsparcours gelungen. „Die Diskussion mit Anderen hilft ihnen, einen eigenen Standpunkt zu finden, eine eigene Haltung zu entwickeln und riskantes Verhalten zu vermeiden”, erklären die Organisatoren Kerstin Mathie, Alexandra Pinkert und Kai Nolde und verweisen darauf, dass das Projekt auch im nächsten Jahr wieder mit der wichtigen Unterstützung der Kooperationspartner für alle 8. Klassen angeboten werden soll.

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